Silofieber und Hitzestress – FertiPlanerin Anna Bruhn berichtet aus ihrem Alltag

category Allgemein
25
Jun
2018
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Tierärztin und FertiPlanerin Anna Bruhn

 

Für einen Tierarzt hat Anna Bruhn, die bei CRV im Rahmen des Fruchtbarkeits­services FertiPlan unterwegs ist, einen relativ geregelten Arbeitstag. Ihre Betriebe besucht sie in der Regel im Drei-Wochen-Rhythmus und zwar immer zur gleichen, festgelegten Zeit. „Gegen 8 Uhr bin ich beim ersten Kunden. Kurz umziehen und los geht es mit den Untersuchungen“, erzählt Anna. Mit dem Ultraschallgerät kontrolliert sie Tiere auf Rückbildung der Gebärmutter, Sauberkeit sowie auf Trächtigkeit. Zusätzlich werden Tiere angeschaut, die keine Brunst zeigen. Daneben wirft die Tierärztin aber auch einen Blick auf die Trockensteher und die MLP-Ergebnisse. „Ich stecke schon auch den Finger in die Wunde und sage, was mir auffällt und besser gemacht werden kann. Aber ich will die Betriebe weiterbringen und dass die Tiere gesund bleiben. Deprimierend ist es, wenn besprochene Dinge vom Landwirt dann nicht umgesetzt werden. Aber das ist seine Entscheidung, und ich weiß auch, dass sich nicht alles um die Fruchtbarkeit drehen kann“, berichtet die junge Tierärztin. „Aktuell sind die größten Probleme Silofieber, also dass die Milchviehhalter gerade weniger Zeit haben, ihre Tiere zu beobachten und teilweise auch FertiPlan-Termine ausfallen lassen müssen. Aber auch die Hitze bereitet vielen Herden Probleme. Dann stehen die Kühe halb in den Boxen oder strecken liegend die Beine hoch, damit die Euter abkühlen können, vor den Tränken staut es sich. Das wirkt sich negativ auf die Fruchtbarkeit aus. Die Tiere fressen weniger, bullen kürzer oder gar nicht, es kommt zu mehr Zysten. Aber auch subklinisches Milchfieber und Nachgeburtsverhaltung treten bei Hitzestress häufiger auf. An solchen Tagen ist Überbelegung ein großes Problem. Man sollte für ein ausreichendes Wasserangebot und einen hohen Luftaustausch sorgen und darauf achten, dass das Futter sich nicht nacherwärmt.“
Wenn ein Tier nicht tragend wird, liegt es laut der FertiPlanerin selten am Techniker oder am Sperma: „Meistens ist das Problem im Management zu finden. Die Tiere müssen regelmäßig gecheckt werden. Das beginnt mit der Trockenstehphase. Der Klassiker ist, dass die Kuh zu fett wird. Dann hat sie Probleme beim Abkalben, startet schlecht in die Laktation und wird spät wieder tragend. Sie wird aufgrund ihrer Milchleistung zu früh trockengestellt und wird wieder zu fett – ein Teufelskreis!

Alle drei Wochen untersucht der FertiPlaner – hier Frans Heesink – die ihm vorgestellten Tiere mit dem Ultraschallgerät. Unterstützt wird er dabei vom Landwirt, der die Befunde aufschreibt.

 

Die Abkalbung und der Abgang der Nachgeburt sind ebenfalls genau im Auge zu behalten, genauso wie das Fressverhalten. FertiPlan-Kunden, die schon länger dabei sind, sind häufig aufmerksamer bezüglich dieser Punkte als Neukunden. Aber durch die regelmäßigen Untersuchungen durch uns FertiPlaner können keine Tiere durchs Raster fallen.“
FertiPlan empfiehlt sich für alle Milchviehhalter, die einen kontinuierlichen Überblick über ihre Herdengesundheit und ihr Fruchtbarkeitsmanagement haben möchten. Es wird proaktiv die Herde fit gehalten und schnell reagiert, falls mit dem Einzeltier oder auf Herdenniveau Abweichungen auftreten.

Wenn Sie Interesse an FertiPlan haben, kontaktieren Sie bitte Nadine Stockhowe telefonisch unter 05491 99979-162 oder per E-Mail an nadine.stockhowe@crv4all.de

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