Vom fitten Kalb zur wirtschaftlichen Milchkuh

15
Dez
2015
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Vom 24. bis zum 27.November 2015 luden die Firmen CRV, Holm & Laue, Schaumann sowie der Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. (TGD) zu einem Beratungstag rund ums Kalb ein. Die Tagesveranstaltung tourte dabei durch verschiedene Orte quer durch Süddeutschland und wurde von mehr als 400 Teilnehmern besucht.

„Für viele Landwirte ist die Kälberaufzucht ein notwendiges Übel, um eine Kuh zur ersten Laktation zu bringen“, so Jürgen Hiepp, CRV-Teamleiter Süd/Ost, und er ergänzte: „Die Grundlagen einer wirtschaftlichen Milchkuh werden schon bei der Anpaarung gelegt und zieht sich im gesamten Aufzuchtprozess fort. Es lohnt sich, mehr Fokus auf die Kälber zu legen.“ Wie dies ganz genau aussehen kann, erklärten fünf Referenten ausführlich an vielen Praxisbeispielen. In den folgenden Abschnitten werden die einzelnen vier Vorträge kurz zusammengefasst.

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Bild: Volles Haus bei der Veranstaltung in Grünberg (Hessen)

1. Die wirtschaftliche Kuh beginnt mit der richtigen Anpaarung!

Erfahrungen und Praxistipps eines niederländischen Landwirts
Von Anika Slabon, Jürgen Hiepp und Meine Siebenga

Situation der niederländischen Landwirtschaft
In den Niederlanden entwickelt sich die Milchwirtschaft ähnlich wie in Deutschland: Die Anzahl der Kühe pro Betrieb steigt (Durchschnitt 85 Kühe/Betrieb), aber die Anzahl der Milchviehbetriebe sinkt kontinuierlich auf unter 20.000. Dabei ermelken die Betriebe im Schnitt immer mehr Milch, und das bei fluktuierenden Milchpreisen. In 2015 wurde im Schnitt ein Milchpreis von 0,25 Euro pro Kilo ausbezahlt. Eine der größten Wachstumsherausforderungen ist das sog. „Phosphat-Gesetz“, dass die Landwirte in der Anzahl der zu haltenden Tiere begrenzt.

Kurze Betriebsvorstellung
Die „Hornezathe“-Farm in der Provinz Flevoland existiert seit 1971 auf den jetzigen Flächen. Meine Siebenga übernahm den Betrieb 1981 vom Vater und spezialisierte sich auf die effiziente Milchproduktion. Dabei erwarb er Erfahrungen auch außerhalb der niederländischen Grenzen, u.a. als Teilhaber eines tschechischen Betriebes. Auf dem 180 Hektar großen Betrieb werden derzeit 200 Kühe gemolken mit durchschnittlich 9.918 kg Milch bei 3,66 % Eiweiß und 4,25 % Fett. Um Arbeitskraft einzusparen setzt die Familie auf vier Roboter. Meine Siebenga setzt von Beginn an auf die Unterstützung von CRV, da er hier immer Lösungen für Probleme rund um die Reproduktion erhält. Er ist selbst Mitglied der CRV Genossenschaft und bringt dort seine Erfahrungen ein.

Bedürfnisse und Lösungen rund um die Reproduktion und Kälber
1. Ich verliere den Überblick über alle Blutlinien, immer mehr Gendefekte tauchen auf! Wie setze ich mein Zuchtziel konsequent um?
Lösung: Die Nutzung eines Anpaarungsprogramms ermöglicht eine konsequente Umsetzung des betriebsindividuellen Zuchtziels und schließt Inzucht und Gendefekte aus. Die Profit-Funktion des Anpaarungsprogramms SireMatch von CRV sorgt dafür, dass das wirtschaftlich wichtigere Merkmal verbessert wird. Die praktische Umsetzung der Empfehlungen in der täglichen Arbeit ermöglicht die SireMatch-App.
2. Knappe Flächen, hohe Futterkosten. Wie ermelke ich mehr Milch aus weniger Futter?
Lösung: Gleiche Milchleistung mit weniger Energie können Landwirte durch den Einsatz von Bullen mit hohen Werten für Effizienz (in %) erreichen. Diese CRV Kennzahl beinhaltet u.a. den Zuchtwert Futteraufnahme. Mehr gesunde Kühe, die einfacher zu managen sind, ermöglicht die CRV Kennzahl „Gesundheit“ (in %), die u.a. den Zuchtwert für Ketose enthält.
3. Ich will fitte Kühe – wie kann ich den Kalbeverlauf verbessern?
Lösung: Studien aus den Niederlanden beweisen, dass ein frühes Erstkalbealter sich positiv auf die Lebensproduktion auswirkt. Ein Weg um dies zu ermöglichen ist der Einsatz von gesextem Sperma. Durch den leichteren Kalbeverlauf hat auch Färse einen besseren Start in die Laktation.

Weiteres zur Kälberaufzucht
Für die Gesundheit und den guten Start ins Leben ist die schnelle Versorgung der Kälber auch bei Meine Siebenga ein entscheidender Faktor. Um diese Versorgung zu sichern, werden die Kälber gedrencht. Für ein einfacheres Management werden die Kälber nach dem 14. Lebenstag in Großgruppen aufgestallt. Um eine gute Gesundheit der Tiere zu gewähren, setzt Meine auf die Mutterschutzimpfung. Allerdings schaut er bei der Anpaarung der Tiere schon darauf, dass er ausschließlich Bullen mit einem guten Zuchtwert für Kälbervitalität einsetzt. Denn dies erspart ihm nach der Geburt deutlich den Einsatz von Antibiotika.

2. Intensiv von Anfang an

Mit konsequenten Konzepten in der Kälberfütterung zur erfolgreichen Milchviehherde
Von Dirk Breer

Zielsetzung: Das Ziel der Kälberaufzucht ist eine erfolgreiche und somit wirtschaftliche Milchviehherde. Dieser Erfolg wird sowohl über Leistungshöhe als auch über Langlebigkeit und die Leistung pro Lebenstag definiert. Diese sogenannte Lebenseffektivität hat auch in den MLP-Berichten Einzug gehalten und schließt die Aufzuchtzeit als „nicht produktive Zeit“ mit ein. Für Fleckvieh und Schwarzbunte sind hier unterschiedliche Zielwerte pro Tier und Tag angegeben, da Kälber- und Abgangskuhverkäufe bei Fleckvieh mehr Geld einbringen. Für beide Rassen gilt jedoch, dass dieser Zielwert eher durch eine optimierte Jungviehauf-zucht als durch eine Steigerung der Milchleistung verbessert werden kann.
Tränkeintensität: Eine wichtige Erkenntnis der letzten Jahre ist, dass das sogenannte „Großhungern“ der Kälber ein Irrweg war. Die sogenannte metabolische Programmierung durch ad libitum Tränke in den ersten Lebenswochen hat aber auch nicht nur positive Ergebnisse erbracht. So sind unterversorgte Kälber krankheitsanfälliger, mit Milch satt versorgte Kälber reagieren mit verspäteter Futteraufnahme, wenn die ad libitum Phase zu lang ist. Die Erfüllung des Bedarfs und die Förderung der frühen Futteraufnahme der Kälber scheint nach wie vor der goldene Mittelweg zu sein. Hierbei ist auf fließende Übergänge zwischen der Vollmilch- und der Milchaustauscherphase zu achten. Auch Futterwechsel sollten nicht abrupt erfolgen. Als Faustzahl für die bedarfsgerechte Versorgung sind 1 kg eines möglichst hochwertigen MAT pro Kalb und Tag, bzw. 6 Liter unverdünnter, aufgewer-teter Vollmilch anzubieten. Der Anteil der milchoriginären Bestandteile im Milchaustauscher beeinflusst dessen Qualität entscheidend. Die Tränkekonzentration und somit der TM-Gehalt sollte sich ebenfalls an der Vollmilch orientieren. Etwa 7-8 Liter mit 130-140g MAT/Liter Gesamttränke sind ein guter Orientierungswert. Wird so getränkt, reichen 8 Wochen Tränkephase aus, vorausgesetzt, die Kälber fressen schon genug.
Zufütterung: die Beifütterung sollte früh (in den ersten Lebenstagen) beginnen. Zu dem Zeitpunkt werden zwar noch keine nennenswerten Mengen aufgenommen, jedoch lernen die Kälber durch Neugier Festfutter kennen. Voraussetzung dafür sind hochwertige und hygienisch einwandfreie Komponenten. Bewährt hat sich die Fütterung einer Trocken-TMR. Hierbei können Stroh-, Heu- oder Luzerneheuanteile mit Kraftfutter und Mineralfutter gemischt werden. Der Einsatz von Melasse zur Verringerung der Futterselektion, sowie zur Verbesserung der Akzeptanz wird bereits erfolgreich in der Praxis umgesetzt. Die Futterumstellung auf eine Kuh-TMR sollte im Anschluss an die Tränkephase fließend erfolgen. Bewährt hat sich, die Trocken TMR nach dem Absetzen der noch ein bis zwei Wochen mit der Kuhmischung zu verschneiden, damit nicht das Abtränken, der Futterwechsel sowie ein häufig stattfindender Stallwechsel gleichzeitig erfolgen. Kälber sollten zu Beginn der etwa 7-10-tägigen Abtränkphase etwa 1 kg Kraftfutter pro Tag aufnehmen, zum Ende der Abtränkung steigt diese Menge erfahrungsgemäß auf etwa 2 kg pro Kalb und Tag.
Fazit: Bei den Kälbern gilt der Satz: „Wir sind nicht reich genug, um uns billiges Futter zu leisten!“ in besonderem Maße. Wer in der frühen Lebensphase der Tiere am falschen Ende spart oder grobe Fehler macht, wird nie in den Genuss kommen, das volle Potential seiner Milchvieherde auszuschöpfen.

3.HighTech oder LowTech im Kälberstall

Von Holger Kruse und Lenke Solterbeck

Seit ein paar Jahren machen die Worte „Precision Farming, Landwirtschaft 2,0, Computer-Aided Farming etc. die Runde. Im Tierbereich sprechen wir heute von Precision Lifestock Farming. Es soll Prozesse optimieren und Erträge steigern. Auch in der Kälberhaltung und -fütterung sind immer mehr technische Hilfsmittel auf den Markt. Aber sind diese auch auf jedem Betrieb sinnvoll?
Im Bereich des Kälberstalles gibt es im Moment relativ wenig Technisierungs- oder Automatisierungsmöglichkeiten. Da Kälber am Anfang am besten in gut eingestreuten Buchten liegen, sind Gummimatten oder Spalten eher nicht empfehlenswert. Die Einstreu hilft beim typischen Nestbauverhalten. Einstreuroboter können hier natürlich unterstützen. Diese können dann zum Einsatz kommen, wenn die Kälber mit im Jungviehstall aufwachsen. Doch davon ist generell aus lufthygienischen Gründen abzuraten. Außerdem sind die Einstreuintervalle zu gering und die Investitionskosten zu hoch. Beim Ausmisten sind die Intervalle enger, und sie sollten maximal bei drei Wochen liegen, um Ammoniakausscheidungen und einer gesteigerten Fliegenpopulation vorzubeugen. Hier sollte bei der Planung des Stalles darauf geachtet werden, dass die Kälber in einer Zweiflächenbucht leicht weggesperrt werden können, während man mit dem Hoflader den Mist herausschiebt. Bei der Ventilation im Kälberstall gibt es viele Punkte zu beachten. Eine allgemeingültige Aussage lässt sich hier nicht machen, da regionale klimatische Bedingungen zu beachten sind. „Tubes“ sind eine sehr gute Lösung für fehlende Lüftungen in Ställen. Des Weiteren eigenen sich Außenlimaställe für die Haltung in Gruppen. Die Vorteile: klimatisch günstige Bedingungen für die Kälber, die Investitionskosten sind bei 600 bis 800 € je Platz gering, genauso wie die Unterhaltskosten.
Es wird empfohlen, einen eigenen Waschplatz für Kälberhütten einzurichten, damit diese gründlich austrocknen können. Eine Iglu-Waschanlage, wie sie auf großen Betrieben verwendet wird, ist für Familienbetriebe meist zu kostspielig. Um die Tierkontrolle zu gewährleisten, sind Stand Operation Procedures (SOP) einzuführen. In den SOP’s werden regelmäßig wiederkehrende Arbeiten detailliert aufgeschrieben und nachvollziehbar gemacht. Ein weiteres gutes Beispiel ist das App „Calf Health Scorer“, bei dem Routinekontrollen und die wichtigsten Daten schnell erfasst werden.
Refraktometer helfen bei der Qualitätsbestimmung der Biestmilch und bei der Erfassung der Trockensubstanz der Vollmilch. Da Kälber Kontinuität lieben, kann ein Refraktometer den Trockensubstanzgehalt und somit den richtigen Wert beim Milchaustauscher bestimmen. Zum allgemeinen Management gehört auch die Aufzeichnung der Gewichtsentwicklung. Hier hat man nun die Wahl zwischen HighTech, mit elektronischer Waage, oder LowTech mit einfachen Maßbändern. Bei der Fütterung der Kälber stellt sich die Frage, für welche Betriebe sich eine Automatisierung lohnt. Die Fütterung mit dem Milchtaxi spart im Gegensatz zur reinen Handtränke ca. 30 bis 40 % an Arbeitszeit ein. Hinzu kommt, dass die Fütterungsqualität durch Kontinuität bei gleicher Milchmenge und immer gleicher Temperatur, deutlich verbessert wird. Ein weiteres Plus für HighTech in diesem Bereich: die Pasteurisierung führt zu deutlicher Reduktion der pathogenen Keime (z.B. E-Coli, Staphylokokken, Samonellen) und somit zu besseren Gesundheit bei Kälbern. Im Gegensatz zum Milchtaxi verspricht der Tränkeautomat eine volle Entlastung hinsichtlich des Kälberfütterns. Aber Achtung: es sollte klar sein, welche Ziele mit der Anschaffung erreicht werden sollen. Der Tränkeautomat hat einen entscheidenden Nachteil, denn man sieht die Kälber nicht mehr beim Trinken. Das führt oft zu schlecht wachsenden Kälbern und gegenseitiger Ansteckung über die gemeinsam genutzten Nuckel. Die Arbeitszeiteinsparung ist beim Tränkeautomat ähnlich hoch wie beim Milchtaxi, allerdings sind die Anschaffungskosten doppelt so hoch. Viel wichtiger beim Tränkeautomaten sind seine hervorragenden Eigenschaften zur individuellen Ernährung der Kälber. Besonders die heute populären Fütterungsprogramme zu metabolischen Programmierung sind im Detail nur von automatischen Tränkesystemen umzusetzen. Zudem liefert ein Tränkeautomat wichtige Daten (Trinkmenge, Kraftfutteraufnahme etc.). Moderne Programme erlauben eine sehr gute Übersicht, z.B. CalfGuide. Tierindividuelle Daten werden anschaulich aufbereitet und erlauben sowohl die aktuelle Diagnose und die Erstellung von Alarmlisten, als auch die Speicherung lebenslanger Daten.
Abschließend lässt sich festhalten: Glücklicherweise macht auch der technische Fortschritt vor der Kälberaufzucht nicht halt. Doch anders als auf den ersten Blick sind die Vorteile nicht in erster Linie immer darauf ausgerichtet noch mehr Arbeit in noch kürzerer Zeit zu erledigen, sondern die Kälber besser, gesünder und leistungsorientierter aufzuziehen. Es muss individuell geschaut werden, wo sich LowTech oder HighTech lohnt.

4. Kälbergesundheit von Anfang an – was gilt es zu beachten?

Von Dr. A. Randt

Seit vielen Jahren liegen die Kälberverluste in Bayern bei ca. 10%. Für einen Betrieb mit 50 Kühen kommen da schnell mehrere tausend Euro Mindererwerb jährlich zusammen.  Die Verluste setzen sich je zu Hälfte aus Totgeburten und Aufzuchtverlusten zusammen.
Die Ursachen für eine hohe Kälbersterblichkeit sind sehr vielgestaltig. Eine falsche Fütterung der trockenstehenden Kuh, fehlerhaftes Geburtsmanagement, schlechte Kolostrumversorgung, ungünstige Haltungsbedingungen,  spezifische Krankheitserreger und vieles andere mehr, führen nicht selten zu hohen Verlusten in der Kälberaufzucht.
Eine unsachgemäße Geburtshilfe birgt ebenso wie eine schlechte Geburtshygiene die Gefahr von frühen Infektionen der Kälber, welche wiederum zu hohen Kälberverlusten führen können.
Da Kälber im Gegensatz zu den Menschen die lebenswichtigen Immunglobuline nicht im Mutterleib erhalten, ist die rechtzeitige Aufnahme von hochwertiger Biestmilch dringend geboten. Biestmilch ist reich an Abwehrstoffen, den sogenannten Antikörpern oder Immunglobulinen. Antikörper spielen bei der Erkennung und Zerstörung von Krankheitserregern die entscheidende Rolle. Eine Aufnahme intakter Immunglobuline aus dem Darm in den Blutkreislauf ist  nur in den ersten Lebensstunden möglich.
Die Unterbringung der neugeborenen Kälber sollte in den ersten 14 Tagen, besser jedoch in den ersten 4 Wochen in Einzelboxen oder Iglus erfolgen.

Alle Praxistipps im Überblick

Anpaarung
1. Nutze ein Anpaarungsprogramm: vermeidet Inzucht, vermeidet Risikoanpaarungen durch Gendefekte etc.
2. Beachte bei der Bullenauswahl: die Zuchtindizes Effizienz und Gesundheit, Bullen mit positiver Kälbervitalität
3. Nutze gesextes Sperma: unterstützt einen leichteren Kalbeverlauf, reduziert Kälberverluste
4. Achte auf die Kälber: setze Mutterschutzimpfung ein, beobachte die Kälber intensiv, arbeite mit gut geschultem Personal
5. Große Aufzucht-Gruppen lassen sich einfacher managen

Aufzucht
1. Tränke hochwertig und intensiv, aber nicht zu lang (8 Wochen)
2. Der Bedarf des Kalbes entspricht 1 kg MAT (23 % XP) bzw. 6 Liter aufgewerteter Vollmich
3. Magermilchpulver-Anteil ist nicht alles: > 70% Milchbestandteile im MAT sind wichtiger
4. Nicht länger als max. 2-3 Wochen ad libitum tränken
5. Nutzen Sie Heu/Stroh in einer Trocken-TMR ( 18 % Xp). Achtung: langes Heu bremst die Futteraufnahme

Haltung
1. Im Außenklima reichen den Kälbern Schutz vor Zugluft und Witterung. Daher sind hier einfache Iglu-Ställe tiergerecht und zudem kostengünstig.
2. Einfache Arbeitsabläufe mit sogenannten Standard Operation Procedures (SOP) machen Routinearbeiten nachvollziehbar und verständlich für jedermann. Maximal eine Seite je Arbeitsschritt.
3. Arbeitszeitersparnis liegt in erster Linie beim Füttern der Kälber. Einfache Systeme z.B. Milchtaxis sorgen für maximale Kontrolle bei gleichzeitig 30-40% Arbeitszeitersparnis.
4. Tränkeautomaten erlauben tierindividuelle Anpassungen. Voraussetzungen für moderne Futterprogramme (z.B. metabolische Programmierung)
5. Datenerfassung,- auswertung und – nachweise werden immer wichtiger. Dabei können mobile Apps hilfreich sein.

Gesundheit
1. Optimales Geburtsmanagement: nicht zu früh eingreifen, nicht zu stark ziehen, Hygiene beachten
2. Kolostrumversorgung: sofort nach der Geburt, Biestmilch mind. 2 Liter bis ad libitum, 6-8 Liter in den ersten 24 Stunden
3. Hygienische Kälberhaltung: Einzelbox oder Iglu, Jedes Kalb ein Eimer, Mit den Jüngsten beginnen
4. Muttertierschutzimpfung

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